Du bist mein Kind (Buchtip)
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| Buchtip: "Bu bist mein Kind" | |
|---|---|
| Buchgenre: | Fachbuch |
| Kategorie: | Recht, Scheidung, |
| Zielgruppe: | Erwachsene mit Scheidungsproblematik, Familienrichter, Familienanwälte, |
| Autor: | Jürgen Rudolph |
| Verlag: | Schwarzkopf & Schwarzkopf |
| Bezugsquelle: | Buchhandel |
| Erscheinungsjahr: | 2007 |
| Auflage: | 1 |
| ISBN: | 978-3-89602-784-9 |
| Preis: | 9,90 Euro |
| erziehungspflicht.de - Empfehlung: |
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Das Buch Du bist mein Kind von Jürgen Rudolph erläutert umfänglich die Cochemer Praxis, der vom ihm selbst initiierten Scheidungspraxis.
Bereits Ende der 80er Jahre, lange vor der Reform des Familienrechts entwickelte der Autor, selbst Familienrichter am Amtsgericht Cochem, eine alternative Verhandlungsführung zum Wohl der betroffenen Kinder.
Zu diesem Zweck gründete er einen runden Tisch aus den beteiligten Professionen (Familienrechtsanwälte, Jugendamt, Mediatoren bzw. Psychologen) und lies in seinem Gerichtssaal die allenthalben bekannte Konfrontation der scheidungswilligen Eltern nicht zu.
Das Buch "Du bist mein Kind" beschreibt nicht nur auf intelligente Weise die aktuelle Scheidungssituation und beschreibt die Alternative Cochemer Praxis, sondern geht insbesondere auf die Befindlichkeiten der beteiligten Kinder ein.
Schon im Vorwort differenziert der Autor zwischen gewolltem oder unbewusstem Umgangsboykott, stellt aber auch fest, das insbesondere bei entwickelten Loyalitätskonflikten objektiv der Tatbestand der Kindesmisshandlung gegeben ist. Zudem erklärt das "Scheidungshilfe-System" aus Rechtsanwälten, Familienrichtern, Jugendamt, den beteiligten Psychologen für mitverantwortlich.
In dieser Sache folgt er im wesentlichen dem amerikanischen Kinderpsychiater Richard Gardner, der in seiner Verlaufsstudie "Das elterliche Entfremdungssyndrom" den Nachweis potentieller Schäden für Familie und Kinder nachweisen konnte.
Selbst Familienrichter, gelang des dem Autor in Folge auf einfache Art die Umstände darzustellen, die zu der aktuellen Rechtssituation führten.
Er bemängelt zu Recht, das das aktuelle Rechtsverständnis im Familienrecht auf "Entscheidung" und nicht auf "Einigung" ausgerichtet ist. Weiter stellt er fest, das der Begriff Kindswohl perspektivisch aus den Augen Erwachsener und nicht der Kinder behandelt wird.
In Folge fordert er eine stärkere und insbesondere professionellere Vernetung der beteiligten Protagonisten. Die Eltern nimmt der Autor insofern in die Pflicht, als das Einigungswege gesucht und insbesondere gelebt werden müssen.
In seinem Saal, so stellt sich die Cochemer Praxis dar, wurden begangene Umgangsboykotts nicht nur benannt sondern forcierten direkte Rechtsfolgen bis hin zum Entzug der Sorgeberechtigung oder des Aufenthaltsbestimmungsrechts.
Im letzten Abschnitt stellte Jürgen Rudolph 50 Fragen rund um Erziehungspflicht, Sorge und Umgang zu Kindern zusammen.
[Bearbeiten] Inhalt (Auszug):
- Vorwort
- Liebe Mama und lieber Papa ...
- Drei Beispielfälle: Du bist mein Kind
- 1. Die Kollektive Kapitulation
- Die Ursachen
- Die Cochemer Praxis
- 2. Familiengericht und die am Elternkonflikt beteiligten Institutionen
- 3. Der Ausblick
- Das Ergebnis - konventionell
- Das Ergebnis - interdisziplinär
- 4. 50 Fragen & 50 Antworten
erziehungspflicht.de empfiehlt dieses Buch als gut verständlich und leicht lesbar. Deshalb sollte sich eine Ausgabe in Buchregal eines jedem interessierten Menschen finden lassen.
[Bearbeiten] Siehe auch:
Das elterliche Entfremdungssyndrom (Buchtip), Cochemer Modell, Eltern-Kind-Entfremdung, Loyalitätskonflikt, Erziehungstip:Loyalitätskonflikt, Gewaltfreie Kommunikation, Miteinander reden (Buchtip),
[Bearbeiten] Links
- [http://www.ak-cochem.de] Der Aktionskreis Cochem für ein kindgerechtes Scheidungssystem
- http://mp3.swr.de/swr1/bw/leute/juergen-rudolph-familienrichter.6444m.mp3 Interview von Richter Jürgen Rudolph, Cochem

